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Sonntag, 22. Juli 2018
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Startseite Presse 30.09.2013 MdL Seyffardt begrüßt Kompromiss zur EU-Agrarreform
30.09.2013 MdL Seyffardt begrüßt Kompromiss zur EU-Agrarreform Drucken
RHEINGAIU-TAUNUS-KREIS: Der CDU-Landtagsabgeordnete Peter Seyffardt (Eltville-Martinsthal), der u.A. Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz der CDU-Landtagsfraktion ist, zeigte sich erfreut über die Einigung zur Agrarreform zwischen dem Europaparlament und den EU-Staaten.

„Ich begrüße sehr, dass Deutschland nun die Möglichkeit bekommt, die EU-Gelder nach einem eigenen Schlüssel zu verteilen. Die Landwirtschaftsministerin hat hierzu bereits ein Konzeptpapier vorgelegt, das eine Zusatzförderung für die ersten 30 Hektar vorsieht, um Kleinbetriebe zu stärken,  erklärte Peter Seyffardt, der selbst ein mittelständisches Weingut betreibt.

Die EU-Staaten sind den Abgeordneten jedoch an anderer Stelle entgegen gekommen: So kann die EU einen höheren Anteil bei der Finanzierung von Projekten für die ländliche Entwicklung in besonders strukturschwachen Gebieten übernehmen - in der Regel bis zu 85 Prozent. Die EU-Landwirtschaftsminister hatten den Kompromiss bei ihrem Treffen am Vortag vorbereitet.

„In anderen Ländern der EU müssen landwirtschaftliche Großbetriebe mit Kürzungen von mindestens fünf Prozent bei EU-Direktzahlungen von mehr als 150 000 Euro oder mehr pro Jahr rechnen. Ich bin froh, dass uns der nun erreichte Kompromiss hier andere Wege gehen lässt“, bewertet Seyffardt das Verhandlungsergebnis. „Nach jahrelangem Streit sind wir nun zu einem guten Ergebnis gekommen, dass nun zügig national umgesetzt werden muss. Allerdings bedarf es bei einem solchen Multimilliardenprojekt auch der nötigen Sorgfalt, um das Optimale für die Betriebe herauszuholen. Allein im laufenden Jahr sind etwa 52 Milliarden Euro Landwirtschaftsförderung vorgesehen. Das entspricht einem Anteil von circa 40 Prozent des EU-Haushalts. Mit diesen Mitteln werden den Landwirten Wettbewerbsnachteile, die aus den hohen Umwelt- und Naturschutzstandards in der EU resultieren, ausgeglichen und so die gesellschaftlichen Leistungen der Bäuerinnen und Bauern honoriert.“

„Mit dieser Reform strukturiert die EU ihren Agrar-Haushalt bis zum Jahr 2020 neu. Daher sind die Änderungen nun von entscheidender Bedeutung auch für unsere Landwirtschaft. Neben den finanziellen Umstrukturierungen sollen Bauern zum Beispiel mehr für die Umwelt tun“, erklärte Seyffardt abschließend.